Väter und Ihre Töchter

Wer Töchter hat, ist stets Hirte.                                                                              (Quelle: Buch "M wie Männer" von Armin Jans)

Holländisches Sprichwort

 

Die Vater-Tochter-Beziehung ist einzigartig. Der Vater ist der erste Mann im Leben einer Frau.... und der Wichtigste. Forscher haben entdeckt, dass Mädchen mit einer guten Beziehung zu ihrem Vater in aller Regel ein gutes Selbstbewusstsein haben.

Frage: Was können wir tun, damit unsere Töchter zu selbstbewussten, beziehungsfähigen, lebensfrohen Frauen werden?

 

Da hilft uns VATER als Abkürzung zum Durchbuchstabieren:

 

Vorbild

Sei als Ehemann respektvoll, fair und liebevoll - daran wird die Tochter ihren Selbstwert als Frau messen.

Anerkennung

Sei nicht knauserig im Loben und Bewundern ihres Humors, ihres Lachens, ihrer Stärke, ihrer Intelligenz und ihrer inneren Werte.

Teilen

Erfolge und Misserfolge, Freude und Trauer, Lachen und Weinen - verberge nicht, was dich berührt und wie du damit umgehst

Ermutigen

Ermutige deine Tochter, die zu sein, die sie in Wirklichkeit ist - und trotzdem Dinge zu tun, vor denen sie sich fürchtet.

Reden

Sprich mit ihr über ihr Leben und ihre Verantwortung für sich selber - und lass sie wissen, dass du sie liebst und immer für sie da bist.

 

Unsere Töchter sollen durch unser Reden und Handeln hören und spüren,

wie Einzigartig, Wertvoll und Liebenswert sie sind,

wie würdevoll man(n) mit Frauen umgehen kann

... und das gilt nun auch für tochterlose Männer.

 

 

Meine Gedanken:

Dieses Buch hilft mir immer wieder, Gedanken zu machen über mich, übers Mann sein und meine Rolle als Vater und Ehemann.

Gerade diese Stelle im Buch, mit der Rolle als Vater gegenüber meiner Tochter aber auch meinem Sohn, hat mich bewegt.

Kann ich diese Zeilen einfach lesen und sofort danach handeln?

Habe ich wirklich verstanden was hier steht?

Was ist meine Geschichte und wie wurde mir das vorgelebt?

Wie gehe ich zu Hause mit meiner Ehefrau um?

Wie reden wir über andere, wie reden wir über uns?

Gerade wir Männer sind doch Meister darin, zu sagen das wir alles im Griff haben. Wir unterdrücken unsere Gefühle und lassen uns nichts anmerken. Denn ist es nicht oft so, Gefühle zeigen, heisst Schwäche zeigen? Der Satz "ist doch nicht so schlimm, wird schon wieder" zieht sich bei vielen Männern von früher im Sandkasten, über die eigene Familie bis ins Ehebett.

Erst als ich gelernt hatte, über meine Gefühle zu reden, als ich gelernt habe zu verstehen, wieso ich immer wieder an gewissen Situationen komme oder scheitere, wozu ich so handle wie ich handle, erst von da an habe ich verstanden was die oberen Sätze für eine tiefere Bedeutung haben. Ich habe mich verstanden.

Heute darf ich meinen Kindern und meiner Frau ehrliche Anerkennung und Wertschätzung geben, darf meine Gefühle mit ihnen teilen und darf erfahren wie schön es ist, nicht alleine zu kämpfen, sondern Hilfe anzunehmen.  

In vielen Gesprächen mit Männern ist mir aufgefallen, das vieles hinter einer Maske verborgen ist. Das wir uns Männer hinter einer Maske verstecken um nicht verletzlich und ängstlich zu wirken. Für mich ein Hilfeschrei nach Anerkennung, Zugehörigkeit und Angenommensein.

 

Für mich hat heute Mutig und Stark sein, eine andere Bedeutung:

Gefühle zu zeigen, Ermutigung zu zulassen und Hilfe annehmen. 

 

Also Mann, schau Dein Leben an. Es braucht Mut und Stärke um sein Leben zu reflektieren.

 

Sei MUTIG und STARK